Blut, Schweiß und gute Laune bei der Fight Night...

Foto: Günter Staudinger

Rund 600 Besucher kamen am Samstagabend zur Regensburger Fight Night in die RT-Halle. Die beiden Hauptkämpfer, Profiboxer Arben Fetoshi und Thaiboxer Alban Ahmeti, glänzten dabei vor heimischer Kulisse. Hier ein Nachbericht mit den besten Bildern des Abends.

Ungewöhnlich war die Kombination an diesem Abend: Boxer kämpften gegeneinander, dazu kamen Paarungen im Thaiboxen. Letztere kämpften nach dem K1-Regelwerk, also: keine Ellenbogen-Schläge. Ansonsten gings hoch her, die Menschen in der Halle waren bestens gelaunt und sahen hochklassige Kämpfe.

Thaiboxer Alban Ahmeti hat mit seinem Scorpio Gym einige erfahrene Kämpfer, und so kam es zu sehr harten Auseinandersetzungen - denn die Gegner waren nicht von Pappe.

Das spürte gleich zu Beginn Stefan Karl; immer wieder ließ er sich von seinem Gegner, Bettim Sertolli, in die Seile und in die Ecke drängen, gab ihm unnötig Zeit für Schläge in Serie, packte kaum sein boxerisches Können im Nahkampf aus, machte lediglich dicht, wo er stören sollte - blutig, sehr blutig wurde der Verlauf dieses Kampfes, doch Karl bewies Nehmerqualitäten und hielt sich bis zum Schluss der drei Runden. Ganz klar: da wäre mehr drin gewesen für ihn. Beide Kämpfer haben etwa die gleiche Kampferfahrung (weniger als zehn offizielle Kämpfe).

Schwergewichtler Arben Fetoshi hatte mit Falko Schmidt aus Leipzig einen guten Gegner, der in Runde 1 locker mitzuhalten schien. Sah aber nur so aus - Fetoshi schaut sich seine Gegner immer erst an, bevor er seine Attacken angeht. Als er seine Fäuste dann wirklich einsetzte, ging der Gegner zwei mal in Runde 2 zu Boden, in der dritten Runde war der Kampf dann gelaufen. Beobachter lobten Fetoshis intelligente, kraftsparende Einleitung, seine Ruhe, seine Überlegtheit. Gepaart mit seiner außergewöhnlichen Schlagkraft ist er kein Gegner, den man sich leichtfertig aussucht.

Leichtfertig darf man auch bei der Auswahl der Gegner des Lokalmatadors Alban Ahmeti, Thaiboxer und Betreiber vom Scorpio Gym, nicht sein: Ahmeti hat national und international einen hervorragenden Ruf, ist als Thaiboxer auch in Thailand angesehen - und entsprechend war der gegner: Armen Azizian vom Contact Sports Club aus Erfurt konnte im vergangenen Jahr bereits mit einem Sieg gegen Jan Reinmann für eine kleine Überraschung sorgen. 

Und tatsächlich - die Kämpfer begegneten sich auf Augenhöhe. Allerdings: Dachte man zu Beginn noch, Alban würde durch Azizian verwirrt, wartete auch er die erste Runde ab, um ihn zu studieren. Und dann knallte er ihm immer wieder mit einem low kick in den Oberschenkel, bis der Muskel zumachte. Vor dem letzten low kick kam noch ein kick ins Gesicht - die Halle tobte, in Runde 3 brach der Ringrichter ab. Alban Ahmeti knüpft damit an die Erfolge des letzten Jahres an.